Projektlaufzeit: 2008-2010

Fünf Maßnahmenvarianten wurden zur Lösung des Versandungsproblems untersucht, drei von ihnen basieren auf dem bestehenden Hafen-Layout. Hierbei werden im Wesentlichen Änderungen der Bodenhöhen im Hafenpriel durch die Vorgabe unterschiedlicher Bagger- und Grenztiefen für Unterhaltungsbaggerungen vorgenommen. Eine vierte Variante betrachtet einen Spülpolder, der während der Ebb-Phase geöffnet wird, um zuvor abgelagerte Sedimente aus dem Hafenpriel auszuspülen und damit den Sedimentaufwuchs im Hafenpriel zu vermindern. Als fünfte Variante wurde die Effektivität der Verbindung des Hafenbereiches mit dem Außentief über einen zum Hafenpriel abgewinkelten Seitenkanal untersucht.

Es konnte festgestellt werden, dass baggertechnische Vertiefungen im Hafenpriel das Sedimentationsproblem nicht lösen, sondern zeitlich nur etwas verzögern. Ein Spülpolder würde gute Voraussetzungen zur Behebung der jetzigen Sedimentationsproblematik im Hafenbereich schaffen. Allerdings ist mit Sedimentation im Polder zu rechnen. Die Effektivität eines Seitenkanals ist für die Topografie von 2004 im Außenbereich als positiv zu bewerten, hängt längerfristig aber von der Entwicklung von Hydrodynamik und Wasserständen im seewärtigen Vorfeld ab.

Forschungsabteilung:

Koordination:

  • Prof. Dr. R. Mayerle

Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter:

  • G. Bruss
  • T. Etri
  • J. Block
  • K.H. Runte

Partner:

  • Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein