Vergleich hydrodynamischer Modelle der Ostsee (MUSTOK)

Die Studie zielte auf die Gegenüberstellung von Ergebnissen hydrodynamischer Modellierungen zwischen dem am FTZ Westküste entwickelten Ostseemodells, das auf der Basis des Mike-Modellsystems des Danish Hydraulic Instituts aufgebaut wurde, mit dem operationellen Modellsystem des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH).

Ostseemodell-Gebiet, Operationelles Nord- und Ostseemodell BSH
Die Ostsee am ersten April 2004, SeaWiFS (NASA, GeoEye)

Projektlaufzeit: 2005-2008

Zur Simulation extremer Sturmhochwasser wurden zwei unterschiedliche hydrodynamische Modelle angewendet. Auf der einen Seite wurde ein am FTZ Westküste auf Grundlage des Mike-Modellsystems des Danish Hydraulic Instituts weiterentwickeltes Ostseemodell eingesetzt. Auf der anderen Seite das am BSH operationell betriebene Modellsystem der Nord- und Ostsee (BSHcmod v4) verwendet. Ziel dieser Untersuchung ist der Vergleich der beiden Modelle. 

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Links: Ostseemodell des FTZ (MIKE3), Rechts: Operationelles Nord- und Ostseemodell des BSH (BSHcmodv4).  © G. Bruss


In Hinblick auf die Simulationen extremer Sturmhochwasser sind die Unterschiede zwischen beiden hydrodynamischen Modellen gering. Ein wesentlicher Aspekt des Vergleichs ist der Einfluss der Randbedingungen zwischen Nord- und Ostsee. Der Modellvergleich anhand der beiden Stürme von 2002 und 2006 zeigte für Hindcast-Rechnungen, dass Simulationen der reinen Wasserstände auch ohne ein gekoppeltes Modell der Nord- und Ostsee möglich sind.

Bei den untersuchten extremen Stürmen war der Einfluss der Randsteuerung auf die Wasserstände der deutschen Ostseeküste gering. Bei diesem Modellvergleich wurde ein einheitlicher meteorologischer Antrieb verwendet. Im Projekt MUSTOK wurden auch verschiedene meteorologische Modelle benutzt, um denselben Sturm zu simulieren. Die Unterschiede bei den Wasserständen waren beträchtlich und deutlich höher als die Unterschiede aus beiden hydrodynamischen Modellen.

Forschungsabteilung:

Koordination:

  • Prof. Dr. R. Mayerle

Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter:

  • G. Bruss

Partner:

  • BSH