Änderung der Steuerung des Ems-Sperrwerks zur Reduzierung von Schwebstoffgehalt und Baggervolumen

Seit vielen Jahren wird der Zustand des Ems-Ästuars als ökologisch kritisch beurteilt. Der Unterlauf der Ems charakterisiert sich durch stark erhöhte Schwebstoffgehalte, welche zu einer Verschlechterung der Licht- und Sauerstoffverhältnisse führen und die ökologischen Abläufe im Ästuar als flusstypischen Lebensraum beeinträchtigen.

Figure: Model area and Ems storm surge barrier near Gandersum (©Jeger, www.fotos.sc)
Ems storm surge barrier near Gandersum (©Jeger, www.fotos.sc)

Projektlaufzeit: 2011-2014

Figure: Model area and Ems storm surge barrier near GandersumHohe Sedimentationsraten bedingen zudem einen erheblichen Baggeraufwand in der Fahrrinne. Als wichtigste Ursache werden Veränderungen der Tidedynamik und des Sedimenttransportes angesehen, welche überwiegend auf anthropogene Eingriffe in die natürliche Morphologie und Geometrie des Systems zurückgeführt werden.

Ziel ist es, durch eine optimierte Steuerung Sperrwerkes der bestehenden Tideasymmetrie mit Flutdominanz entgegenzuwirken und langfristig eine Reduzierung des Eintrages von Schwebstoffen in die Unterems herbeiführen. Dazu wird für das Ems-Ästuar am FTZ ein dreidimensionales hydrodynamisch-morphodynamisches Modell entwickelt. Damit sollen hydromorphologische Simulationen mit bestimmten Szenarien der Sperrwerkssteuerung des Ems-Sperrwerkes bei Gandersum durchgeführt werden, um die Einzelwirkung der Steuerungen auf den Schwebstofftransport und das Sedimentationsvolumen zu untersuchen.

Figure: Model area

Forschungsabteilung:

Koordination:

  • Prof. Dr. R. Mayerle

Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

  • K.R. Niederndorfer
  • G. Bruss

Partner:

  • NLWKN-Forschungsstelle Küste
  • Bst. Norden-Norderney