Projektlaufzeit: 2006 - 2009

Brasilianische Häfen verzeichnen in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum. Den hiermit verbundenen Umweltrisiken wird nur teilweise durch entsprechende Vermeidungsstrategien begegnet. Insbesondere der Umschlag von Sojaprodukten, die mit offenen Verladeeinrichtungen transportiert werden, ist mit einem zunehmenden organischen Stoffeintrag in die Hafengewässer verbunden. Eine weitere hafenspezifische Eintragsquelle organischer und anorganischer Nährstoffe stellt die Düngemittellöschung dar.

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Links: Sojaverladung im Hafen von Paranaguá © G. Liebezeit; Rechts: „Anhaia“ - Abwasserkanal in Paranaguá © N. Ladwig

Darüber hinaus gelangt eine erhebliche Menge ungeklärter Abwässer aus dem Siedlungs- und Hafenbereich in die Bucht von Paranaguá, denn nur etwa 20 % der Haushalte sind an ein Klärwerk angeschlossen. Der letztgenannte Stoffeintrag birgt auch ein hohes seuchenhygienisches Risiko, sodass es in der vergangenen Zeit immer wieder zu Cholera-Erkrankungen in der Bevölkerung kam. Daher wurden im Rahmen unserer Forschungsaktivitäten neben den stofflichen Verschmutzungsaspekten auch bakterielle Fragestellungen behandelt.
 

Forschungsabteilung:

Koordination:

  • Dr. Karl-J. Hesse

Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter:

  • Dr. Norbert Ladwig
  • TA Daniela Koch

Brasilianische Partner:

  • Centro de Estudos do Mar, Universidade Federal do Paraná

Deutsche Partner:

  • Inros Lackner AG Bremen
  • Poremba Consulting
  • Terramare Forschungszentrum Wilhelmshaven    

Förderung:

  • BMBF