Vogelzug über dem offenen Meer: Methoden, Raum-Zeit-Muster und Konflikte mit der Offshore-Windenergienutzung (BIRDMOVE)


Zuwendungsgeber:

Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Stefan Garthe

Beginn und Laufzeit:

November 2015 bis Dezember 2018

Projektpartner:

Institut für Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“

Avitec Research GbR Katrin und Reinhold Hill

Projektbeschreibung:

In Kooperation mit dem Institut für Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“ und Avitec Research untersucht das Forschungs- und Technologiezentrum (FTZ) Westküste der Universität Kiel die potenziellen Auswirkungen von Offshore-Windenergieanlagen auf Zugvögel. Mithilfe moderner Telemetriesysteme werden Bewegungsmuster einzelner Tiere in den deutschen Meeresgebieten über längere Zeiträume erfasst. Die erhobenen Daten helfen, Kollisionsrisiken, Barriere- oder Anlockungseffekte sowie mögliche Lebensraumverluste zu ermitteln und die naturschutzfachlichen Kriterien zur Bewertung dieser Effekte weiterzuentwickeln.

Der vom FTZ bearbeitete Teilbereich des Projektes umfasst die Telemetrie von Küsten- und Seevögeln. Die hierfür ausgewählten Arten sind in hohen Individuenzahlen in den deutschen Meeresgebieten zu finden. Ihre Populationen weisen ein großes Gefährdungspotenzial auf: Bei der Nahrungssuche, während der Ruhephasen und auf den Zugwegen kann es zu Konflikten mit Offshore-Windenergieanlagen kommen.  Die Verwendung von räumlich und zeitlich hochauflösenden GPS-Datenloggern mit GSM-Funktion ermöglicht es, individuelle Bewegungsmuster aufzuschlüsseln. Anhand dieser Daten können eine detaillierte Bewertung der artspezifischen Interaktionen mit den Offshore-Windenergieanlagen erfolgen und verbesserte Handlungsempfehlungen zur Lösung potenzieller Konflikte gegeben werden.