Das Forschungsboot SESTON

wird von Arbeitsgruppe Küstengeowissenschaften für Arbeiten in flachen Küstenabschnitten von Nord- und Ostsee eingesetzt. Bei der SESTON handelt es sich um modifiziertes Serienschiff aus GFK vom Typ ARVOR 25.

Forschungsboot SESTON

© K. Ricklefs

Länge über alles 8,2 m; Breite 2,93 m; Tiefgang 0,85 m
Antrieb 220 PS 4,2 l 6 Zylinder Mercruiser Diesel mit ZF „Trolling Valve Getriebe“, konventioneller Wellenanlage und fünfblättrigem Propeller
Marschfahrt 15 kn, max. Geschwindigkeit 25 kn
CE Kategorie B
Rufzeichen: DBIM
MMSI: 211510670

Für den Einsatz als mobile Forschungsplattform ist das Boot ausgerüstet mit:

Nautik:
Lowrance HDS 10 Plotter; Lowrance HDS 8 Plotter; Lowrance Broadband Generation 3 Radar
Hemisphere DGPS Sat Kompass; Magnetkompass
Garmin ClassB AIS transponder
Garmin Fishfinder 250C
Garmin GPS 152
Simrad Autopilot
Lowrance DSC Seefunkgerät

Wissenschaft:
LEICA RTK GNSS
Lowrance LBS-1 Sonar Broadband Sounder mit Airmar M260 50/200 kHz high performance Transducer
Zwei fest eingebaute 12 V Windows Bordrechner mit je einem 17 Zoll Monitor

Netzwerk:
Nahezu alle nautischen Instrumente sowie die Bordrechner stehen entweder über Ethernet, NMEA 2000 oder über NMEA0183 miteinander in Verbindung.

Komfort:
Seetoilette; Webasto 2000 Warmluftheizung; 80 l Frischwassertank

Rumpf und Deck:
Sidepower Bugstrahlruder; Elektro-hydraulische Trimmklappen
Seitenausleger mit wahlweise elektrischer Trommelwinde (Geschwindigkeit 0,5 m/s) oder elektrischer Spillwinde (Zugkraft 100 kg)
Elektrische Spillwinde für Ankerleine und nachgeschleppte Ausrüstung
Heberahmen für Dredge
Deckwaschpumpe
Multifunktions-Handwinde am Heck
Arbeitstisch für Backengreifer
Über-die-Seite Befestigungen für Seitensichtsonare, ADCP Geräte oder flachseismische Transducer
Dredge 0,7 m Breite 12 mm Maschenweite
Van Veen Backengreifer 10 kg

Sicherheit:
Automatische Rettungswesten; 6 kg Feuerlöscher; Verbandskasten; EPIRB; 4 Personen Rettungsfloß;UKW Handfunkgerät
 

Die SESTON

wurde 2010 als gebrauchtes Boot in Belgien erworben. Das Boot selbst sowie die nachfolgend beschaffte Ausrüstung wurden überwiegend aus eingeworbenen Drittmittel finanziert. Die Umgestaltung vom Sportboot zum Forschungsboot erfolgte in Eigenleistung durch Mitarbeiter des FTZ. Seit der Indienststellung ist das Boot sehr erfolgreich und zum Teil fachübergreifend für hydroakustische Messungen (Seitensichtsonar, Einstrahlecholot, Sedimentecholot), Probenentnahmen mit Bodengreifer, Dredge oder Wasserschöpfer, ADCP und CTD Messungen, Wildtierbeobachtungen, Wildtierfänge oder auch als schnelles Transferboot für Personen eingesetzt worden. Haupteinsatzgebiet sind die schleswig-holsteinischen Wattgewässer. Es sind aber schon Einsätze im Elbe-Ästuar sowie in der Ostsee durchgeführt worden. Konstruktion und Ausrüstung des Bootes erlauben einen fast ganzjährigen Einsatz (Eisgang ausgenommen) des Bootes.

Mit dem nachfolgendenden Video wird versucht, einen Eindruck davon zu vermitteln, wie eine Benthosbeprobung von Bord der SESTON aus durchgeführt wird.