Projektbeschreibung

Durch die zunehmende Nutzung der Meere und die Herausforderungen der Klimaerwärmung, gibt es Handlungsbedarf im Monitoring von unerwarteten Ereignissen. Gesamtkonzepte von der Erfassung der marinen Umweltparameter über die Analyse und Modellierung der Daten bis hin zur Alarmierung der Öffentlichkeit sind bisher nicht entsprechend verfügbar.

Unter der Leitung von Raytheon-Anschütz haben 10 Firmen des Maritimen Clusters Schleswig-Holstein (2wcom, 4H-Jena engineering, F3: Forschung/Fakten/Fantasie, General Acoustics, GeoTopic Hydrographic Services, GISMA Steckverbinder, HELZEL Messtechnik, HYDROMOD Scientific Consulting, Raytheon-Anschütz, SIS Sensoren Instrumente Systeme) und Wissenschaftler aus den Forschungseinrichtungen IfM-Geomar und FTZ Westküste der Universität Kiel ein Konzept für ein entsprechendes Monitoring-System erarbeitet, das an der Nordsee aufgebaut werden soll. Das Konzept erstreckt sich von den Gerätschaften, wie X-Band- und Überhorizont-Radar, mehreren Messtonnen und einem Messpfahl über die Datenauswertung bis hin zu einem Frühwarnsystem für die Bevölkerung vor Ort.

Die in dem Projekt gewonnenen Daten sollen in Modellrechnungen und Analysen einfließen und damit in Prognosetools und Simulationen verwendet werden können, die Strömungs- und Wellenmuster des Wassers und die Versandung von Fahrrinnen in küstennahen Bereichen gezeitenabhängig darstellen, beurteil- und vorhersagbar machen helfen. Die Berechnungen sollen auch eine quantitative und qualitative Aussage zum Schiffsverkehr in der Deutschen Bucht ermöglichen. Das System wird aber auch vor zu erwartenden kritischen Zuständen, wie z.B. bei extremen Sturmfluten, Tsunamis (die hier durch die Strömungsumkehr beim Gezeitenwechsel simuliert werden sollen) bzw. vor Auswirkungen von Schiffsunglücken (wie z.B. der Ausbreitung von Ölteppichen oder dem Verdriften von Schiffsladungen) warnen helfen.

Das FTZ Westküste wird hierbei drei Messtonnen mit am Meeresboden abgesetzten Strömungs-Profiliergeräten (ADCPs, in der Piep, Außeneider und Süderhever) und einen neu zu errichtenden Messpfahl (u.a. für sehr genaue Seepegeldaten westlich Eiderstedt für die Modelle) betreiben. Diese sowie alle anderen Datenströme werden im FTZ Westküste in Büsum zusammenlaufen und von dort dann an die einzelnen Projektpartner weiter verteilt werden.

Das Projekt wurde über den Schleswig-Holstein-Fond seit dem Herbst 2005 bis Ende 2007 gefördert.

Weitere Informationen kann man bei Unizeit .

Verfügbare Messdaten sind auch auf der entsprechenden OMS-FTZ Seite dargestellt.

Förderer:

Land Schleswig-Holstein

Förderzeitraum:

10.2005 bis 12.2007

Ansprechpartner:

Dr. Klaus Ricklefs, Dr. A. Ruser, Dr. Klaus H. Vanselow