ECOLAB - Gruppe Ökologie mariner Tiere

Gruppe Ökologie Mariner Tiere
© S. Garthe, FTZ Westküste

Die Erforschung der Lebensweise von Seevögeln bildet den Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe „Ökologie mariner Tiere“. Dabei geht es sowohl um Seevögel der Hochseebereiche von Nord- und Ostsee, als auch des küstennahen Wattenmeeres. 2013 wurde das Themenspektrum auf die Besenderung von Meeressäugern (z.B. Kegelrobben, Seehunde) und Landsäugetieren, die als Räuber (Prädatoren) auf Vogelbestände einwirken können (z.B. Füchse), ausgedehnt.

  • Zur Erfassung von Seevogelbeständen und deren Raum- und Zeitmustern führt die Arbeitsgruppe seit vielen Jahren Schiffs- und Flugzeugsurveys durch.
  • Durch die Besenderung einzelner Tiere können individuelle Wanderbewegungen und Verteilungsmuster von Topprädatoren sowie Interaktionen zwischen Vögeln und terrestrischen Prädatoren untersucht werden.
  • Zu den weiteren Forschungsthemen gehört die Ernährungsökologie verschiedener Vogelarten.
  • Um die Beziehungen zwischen Seevögeln und ihren Beuteorganismen zu verstehen, widmet sich das FTZ auch verschiedenen Fragestellungen zur Ökologie von Fischen und Wirbellosen der Küstenzone.
  • Habitatanalysen tragen dazu bei, die Verteilung mariner Organismen in der Küstenzone zu verstehen. Hierzu werden Verteilungsdaten von marinen Lebewesen mit Umweltparametern, wie Sedimentbeschaffenheit, Strömungsregime usw. verschnitten. Statistische Modellierungsverfahren erlauben Vorhersagen über das Auftreten besonders günstiger Standorte für marine Organismen. Hierzu arbeiten Wissenschaftler verschiedener Disziplinen zusammen, sowohl innerhalb des FTZ als auch institutsübergreifend.
  • Im Zentrum der angewandten Forschung stehen Analysen von Verteilungs- und Bewegungsmustern von Topprädatoren (Seevögel, Meeressäuger) vor dem Hintergrund mariner Raumplanung, insbesondere hinsichtlich der Errichtung von Offshore-Windkraftanlagen. Die Arbeitsgruppe „Ökologie mariner Tiere“ berät zu diesem Thema politische Entscheidungsträger, Ministerien und Ämter der Bundes- und Landesregierungen.