ECOLAB - Gruppe Tierökologie, Naturschutz & Wissenschaftskommunikation

Gruppe Ökologie Mariner Tiere
© S. Garthe, FTZ Westküste

Zu den Forschungsschwerpunkten der Arbeitsgruppe „Tierökologie, Naturschutz und Wissenschaftskommunikation“ gehören folgende Themenfelder:

  1. Lebensweise, Verbreitung und Habitatwahl von Tieren in Meeres- und Küstenregionen
  2. Vogelzug auf dem Meer
  3. Wattenmeerökologie
  4. Vögel als Indikatoren für Veränderungen der Umwelt
  5. Naturschutz-Fragestellungen, vor allem bzgl. anthropogener Eingriffe wie der Errichtung von Offshore-Windkraftanlagen
  6. Wissenschaftskommunikation


Tierökologie:

Unser Ziel ist die Erforschung der Lebensweise von Meerestieren der höheren trophischen Ebenen.
Die Hauptorganismen unserer Forschungsarbeiten sind:

  • Seevögel und Robben verschiedener Meeresgebiete
  • Vögel und Landsäuger der Küstenzonen von Nord- und Ostsee
  • Makrozoobenthos im Wattenmeer

 

Zu unseren Forschungsarbeiten gehören u.a.:

  • Verbreitung und Bewegungsmuster individuell markierter Vögel und Säuger mittels Besenderung durch GPS-Logger und anderer Sensoren. Hierbei werden sowohl kleinräumige Bewegungen im Tagesverlauf, wie z.B. bei der Nahrungssuche, als auch saisonale Wanderungen untersucht. Dabei bildet die Untersuchung des Vogelzuges über dem offenen Meer einen Schwerpunkt der Arbeitsgruppe.
  • Ernährungsökologie verschiedener Vogelarten, basierend auf Besenderungen mittels GPS-Loggern sowie Nahrungsanalysen.
  • Analysen der Verbreitung und Habitate mariner Organismen auf dem Meer und in der Küstenzone. Hierzu werden Verteilungsdaten von marinen Lebewesen mit Umweltparametern verschnitten und mittels komplexer statistischer Modellierungsverfahren analysiert. In diesem Themenfeld arbeiten wir mit Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen auch institutsübergreifend zusammen.
  • Lebensräume und Nahrungsnetze im Wattenmeer, vor allem in Hinblick auf die Bedeutung für Vögel in dieser Weltnaturerbe-Region als auch in Bezug auf Klimaveränderungen.
  • Meerestiere als Indikatoren für Veränderungen der Meeresumwelt


Naturschutz:

Durch Klimaveränderungen und die Vielzahl menschlicher Eingriffe in die Natur rücken angewandte Forschungsprojekte weltweit immer stärker in den Fokus.
Wir führen keine praktischen Naturschutzmaßnahmen durch, sondern:

  • erarbeiten umfassende Kenntnisse über die Lebensweise von Tieren in Küsten- und Meereslebensräumen
  • erforschen, inwieweit sich anthropogene Aktivitäten auf dem Meer und in der Küstenzone auf Verbreitung, Verhalten und die Habitatwahl auswirken
  • erarbeiten Vorlagen zu konkreten Schutzmaßnahmen für verschiedene Tierarten sowie für deren Lebensräume.

Aktuell sind vor allem die marine Raumplanung, die Errichtung von Offshore-Windparks und der Klimawandel von besonderem Forschungsinteresse.
Die Arbeitsgruppe berät zu diesem Thema politische Entscheidungsträger, Ministerien und Ämter der Bundes- und Landesregierungen.


Wissenschaftskommunikation:

Mehr

Viele unserer angewandten Forschungsarbeiten stehen an der Schnittstelle zwischen unterschiedlichen Gruppen, Berufsfeldern und Stakeholdern.
Die Ergebnisse sind sowohl für die Wissenschaft, Behörden, Politik, Wirtschaft, Medien, NGOs (nicht staatliche Organisationen) als auch für die Gesellschaft relevant und von Interesse. Als Wissenschaftler ist man immer stärker gefordert, sich in der schriftlichen und mündlichen Kommunikation von Forschungsergebnissen auf die unterschiedlichen Zielgruppen einstellen zu können.
Dies zielgruppengerecht erfüllen zu können, ist ebenfalls einer der Schwerpunkte unserer Arbeit in Forschung und Lehre.
Die Studierenden lernen die unterschiedlichen Denksysteme und Strukturen der verschiedenen Gruppen und Berufsfelder kennen, die sich in ihren Aufgaben, Zielen, Motiven und Rollen stark unterscheiden.

Folgen Sie uns auf Twitter: @FTZ_MarAnimEcol


Team:
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AG-Leitung
Prof. Dr. Stefan Garthe

Mittelbau (unbefristet)
Dr. Ulrike Kubetzki
Dr. Philipp Schwemmer

Postdoc
Dr. Miriam Lerma
Dr. Verena Peschko

Doktorand*innen
Elmar Ballstaedt
Dagmar Cimiotti
Leonie Enners
Katharina Fließbach

Technische Angestellte
Daniela Koch