STopP - vom Sediment zum Top-Prädator - Einfluss von Eigenschaften des Meeresbodens auf Benthos und benthivore Vögel

Das Verbundvorhaben "STopP" ist eines von fünf geförderten Projekten der ersten Ausschreibung zur "Küstenmeerforschung in Nord- und Ostsee" des Bundesministeriums für Bildungs und Forschung im Programm "Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA). Koordiniert wird das Projekt von der schleswig-holsteinischen Nationalparkverwaltung unter der Gesamtleitung durch Kai Eskildsen.

STopP Titelbild

Sedimentoberflächenprobe mit Amerikanischen Scheidenmuscheln und Schalen von Herzmuscheln © H. Vollmer, FTZ

 

Projektlaufzeit: 2013 - 2016

In STopP werden Daten zur Verteilung von Sediment, Makrozoobenthos und Vögeln erhoben bzw. vorhandene Langzeitdaten verfügbar gemacht. Der Einfluss von Sedimentcharakteristik und hydrologischen Kräften auf die Artzusammensetzung und -verteilung wird untersucht. In Kombination mit statistischen Habitatmodellen, ökologischen Netzwerkanalysen und hoch aufgelösten hydrodynamischen Modellen wird geprüft, welche abiotischen Faktoren die Ausbildung spezieller Lebensräume und ihrer Artengemeinschaften bedingen.

StopP1                           Sonarsignatur einer sublitoralen Muschelbank sowie Übersicht über das Fauneninventar der Bank (Dredgeprobe).

Das Verbundprojekt soll - erstmals für die deutsche Nordseeküsten - beschreiben, welche Szenarien eine Schlüsselrolle im System Sediment – Benthos – Top-Prädator spielen. Damit wird eine wesentliche Voraussetzung für die Gesamtbewertung des ökologischen Zustandes mariner Ökosysteme und zur nationalen und internationalen Umsetzung von Küsten- und Meeresschutzpolitiken geschaffen. Für 'Meeresbodenintegrität', 'Nahrungsnetze' und 'Biodiversität' der europäischen Meeresstrategierahmenrichtlinie sollen beschreibende Parameter entwickelt und erprobt werden.

Die Arbeitsgruppe Küstengeowissenschaften des FTZ führt in ihrem Teilprojekt Seitensichtsonar-Kartierungen der Sedimente und Unterwasserhabitate in den Watteinzugsgebieten von Norder- und Süderaue sowie den vorgelagerten Schelfgebieten bis etwa zur 10 m Tiefenlinie durch. Weiterhin werden Strömungs-, Wellen- und Wasserparameter im Bereich von detektierten Habitaten aufgenommen. Diese abiotischen Informationen werden zusammen mit den Ergebnissen hydrodynamisch numerischer Modelle (Schwesterprojekt MOSCO) , Daten zur Verbreitung von Benthos und Vögeln für Nahrungsnetzanalysen und zur Entwicklung von Habitatmodellen herangezogen.

 

Forschungsabteilung:

GEOLAB - Gruppe Küstengeowissenschaften


Gefördert durch:

  • BMBF

 

Koordination:

  • Dr. K. Ricklefs

Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter:

  • Dr. K. Ricklefs
  • M.Sc. M. Stage
  • Jens Pauksztat
  • Uwe Becker
  • Burkhard Meier
  • Daniela Koch