TeLeWatt - Temperatur über Leitungen in Wattsedimenten

Das FTZ hat seit 2008 verschiedene Untersuchungsprogramme zur Veränderlichkeit der Temperatur in Wattsedimenten über Rohrleitungen und Kabeln durchgeführt. Dabei ging und geht es neben der langzeitlichen Messung der Bodentemperaturen in 30 cm Tiefe auch um die Erfassung und Bewertung möglicher Auswirkungen einer Bodenerwärmung auf Sediment und Lebewelt. Über die Naturuntersuchungen hinaus wurden ebenfalls Modellvorstellungen entwickelt, mit deren Hilfe Änderungen der Bodentemperatur bei veränderten Eingangsbedingungen prognostiziert werden können.

Telewat Titelbild
Bild zeigt das Einspülen von "Temperaturmesslanzen"  © K. Vanselow, FTZ

Projektlaufzeit: 2008 - 2015

Hintergrund für die Untersuchungen ist eine von den für Naturschutzbelange zuständigen Behörden nicht niedergeschriebene Konvention, die besagt, dass durch Einbauten ins Wattenmeer die Temperatur intertidaler Wattböden um nicht mehr als 2 Kelvin erhöht werden sollte. Das sog. 2K-Kriterium stellt einen Vorsorgewert dar, der nach Einschätzung des Bundesamtes für Naturschutz auf der Basis des derzeitigen Wissensstandes mit hinreichender Wahrscheinlichkeit sicherstellt, dass erhebliche negative Auswirkungen der Leitungserwärmung auf die Natur bzw. die benthische Lebensgemeinschaft vermieden werden.
Für die Messungen sind zum Teil spezielle Messapparaturen entwickelt worden, die heute von Firmen für ähnliche Aufgaben kommerziell eingesetzt werden. Neben der mit der Auftragsforschung verbundenen Auswertung der Messwerte, sind die auf unbeeinflussten Wattflächen erfassten Referenzdaten im Hinblick auf eigene wissenschaftliche Interessen analysiert worden.

Zeitreihenanalyse

 Ricklefs & Vanselow, 2012

Forschungsabteilung:

Koordination:

  • Dr. K. Ricklefs
  • Dr. K. Vanselow

 

Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter:

  • Jens Pauksztat
  • Burkhard Meier
  • Gero Bojens
  • Jörn Köppen